Archiv vhs-photogalerie

Semester 20/1

Eckhard Gollnow
An den Rändern der Seidenstrasse bis 06.09.2020

2018 bereiste der Essener Fotograf Eckhard Gollnow die Länder Pakistan, Usbekistan, Kirgistan und China. Fünf Wochen war er auf den jahrtausendealten Routen der legendären Seidenstraßen unterwegs. Was bereits vor etwa 2500 Jahren begann, als die ersten Karawanen mit den begehrten Seidenstoffen von China in Richtung Mittelmeer unterwegs waren, hat über die Jahrhunderte zahlreiche Handelswege für Waren wie Porzellan, Gewürze, Gold und Silber über unwegsames Gebirge, tiefe Flusstäler und ausgedehnte Wüsten geschaffen. Aber auch neue Ideen aus Philosophie, Wissenschaft und Kunst beeinflussten die Menschen entlang der Handelsroute. Mit der Verbreitung des Islam entstand in den Handelszentren eine außergewöhnliche Architektur wie der zum Weltkulturerbe zählende Registan Platz in Samarkand, Usbekistan.

Mit dem Aufkommen der Seefahrt verloren diese Seidenstraßen ihre Wichtigkeit für Europa. Die über lange Zeit vernachlässigten Verkehrswege erhalten insbesondere seit dem Ende der Sowjetunion und intensiver Investitionen der Wirtschaftsmacht China wieder mehr Aufmerksamkeit. Als neue Seidenstraße verbindet beispielsweise der Karakorum Highway, der durch das Hunzatal führt, Pakistan mit der chinesischen Provinz Xinjiang.

Insgesamt 60 Motive vereinen spektakuläre Landschaftsaufnahmen mit herausragenden Weltkulturerbestätten und pulsierenden Städten. Neben traumhaft schönen Orten, die sich mit Märchen aus 1001 Nacht verbinden, bringt uns Gollnow auch die Menschen und deren Lebensweise näher. Die beiden Länder Pakistan und Usbekistan bilden den Schwerpunkt seiner fünfwöchigen Tour.

Gollnow startete in Lahore, dem historischen Kulturzentrum Pakistans. Entlang des Flusses Indus weiter nach Norden fahrend, portraitierte er das Leben in den pakistanischen Städten Ravalpindi und Peshawar. Als neue Seidenstraße im Tal des Flusses Hunza, verbindet der Karakorum Highway Pakistan mit der chinesischen Provinz Xinjiang. Im Zusammenhang mit dem Karakorum Highway gewinnt die Stadt Gilgit an Bedeutung. Land und Leuten begegnete Gollnow in Tashkorgan und Kashgar in China sowie in den kirgisischen Städten Bishkek und Osh. Die fotografische Reise endet in Usbekistan, wo neben den Städten Andijan, Taschkent, Shakhrisabz und Buchara auch Impressionen der beiden Weltkulturerbestätten Samarkand und Khiva entstanden. Die Ausstellung „An den Rändern der Seidenstrassen“ ist im Anschluss an den Wissenschaftspark Gelsenkirchen in der vhs-photogalerie zu sehen und wurde von Bettina Michel kuratiert.

Der Fotograf Eckhard Gollnow leitete über lange Zeit die Werkstatt des Farblabors an der Folkwangschule Essen. Er vermittelte zahlreichen Studierenden bereits die Qualität der Farbfotografie als noch vorwiegend in schwarz-weißer Abstraktion fotografiert wurde. In seinen freien Projekten beschäftigt sich Gollnow mit Reisefotografie.

Neben traumhaft schönen Orten bringt uns Eckhard Gollnow auch die Menschen und deren Lebensweisen näher. Den Schwerpunkt seiner fotografischen Erkundungen bieten Pakistan und Usbekistan. Sehen Sie ein Interview mit dem Fotografen auf dem YouTube Kanal der vhs stuttgart.


Midissage: So, 26.07.2020, 11 Uhr, Raum A101 im 1.OG, TREFFPUNKT Rotebühlplatz mit Vortrag von Dr. Annette Krämer (LiMu Stuttgart) und Führung mit Bettina Michel.
Viele Zeugnisse erinnern noch heute an die Vergangenheit der legendären Seidenstraße(n). Neben den alten Wegstrecken durch unwegsames Gebirge, tiefe Flusstäler und ausgedehnte Wüsten beeindruckt prachtvolle Architektur aus islamischer Zeit, etwa in den Städten Usbekistans, Bewohner/innen wie Besucher/innen. Doch auch der intensive Austausch von Waren, Wissen und Ideen oder Religion prägt bis heute das kulturelle Bewusstsein. Vor allem aber bilden sich derzeit neue, reale und virtuelle Wege, die daran anknüpfen. Ausgehend von fotografischen Ansichten der Ausstellung AN DEN RÄNDERN DER SEIDENSTRASSEN in der vhs-photogalerie, gibt der Vortrag Einblicke in heutige Lebenswelten, insbesondere im postsowjetischen Zentralasien.

Anmeldung zur Midissage aufgrund der Abstandregelungen in Räumen notwendig!

Dauer der Ausstellung: 13.02.– 06.09.2020
vhs-photogalerie, 3. und 4. Stock
Kuratorin: Bettina Michel
(DGPh)

 


Semester 2019/2

 

architekturbild e.V.

Europäischer Architekurfotografie-Preis 2019
JOYFUL ARCHITECTURE

Die Ausstellung vereint die besten Arbeiten des Europäischen Architekturfotografie-Preises 2019. Unter dem Thema JOYFUL ARCHITECTURE steht einmal nicht die Funktionalität oder Ästhetik der Architektur im Vordergrund. Architektur darf hier Spaß machen, Freude bereiten und Wohlbefinden auslösen.
So zeigt die Bildstrecke des Preisträgers Dirk Härle „das Besondere in scheinbar unspektakulären Situationen […] Freudvoll sind fraglos nicht die Architekturelemente, sondern die gezeigten Szenen für denjenigen Betrachter, der mit Gelassenheit und Humor auf unsere Umwelt schaut.", so Reiner Nagel als Juryvorsitzender.
Die beiden Berliner Fotografen Alexander Mai und Mikula Platz sowie der Leipziger Fotograf Nikolas Fabian Kammerer sind mit zwei gleichwertigen Preisen gewürdigt worden und ebenfalls ausgestellt. Andreas Langen schreibt „Hurra, die Bilder [Kammerers] rocken. […] hier geht alles kreuz und quer, poppig bunt vor kosmischem Schwarz: Willkommen im Universum des unendlichen Spaßes am Bau!"


JOYFUL ARCHITECTURE präsentiert in einer umfangreichen Ausstellung insgesamt 31 ausgezeichnete Fotografinnen und Fotografen.

Die Einladungskarte zur Ausstellung finden Sie hier.

Vernissage: Mittwoch, 04.12.2019, 19.00 Uhr, Neuer Ort: Raum A 301, 3. OG
Aussstellungsdauer: 05.12.2019–02.02.2020
Die Ausstellung ist geschlossen: 22.12.2019–06.01.2020

vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kuratorin: Bettina Michel (DGPh)

www.architekturbild-ev.de

 


Dieter Leistner WAITING 

Menschen warten, immer wieder, oft unfreiwillig, überall auf der Welt. Menschen warten, um schneller weiterzukommen. Der Fotograf Dieter Leistner beobachtet genau, seit 1978 an Haltestellen weltweit. Wie auf einer Bühne rahmt die Architektur seiner Haltestellen die flüchtige Szenerie. Individuell gestaltete oder seriell reduzierte Dachkonstruktionen verweisen auf die Funktion des Ortes: Warten an der Straße. Erst durch die anwesenden Personen entsteht dadurch eine Art Schauspiel mit kulturellen Eigenarten und zeitlichen Bezügen.

Wie warten Menschen, auf dem Land und in der Stadt, in Argentinien oder Kirgisien? Leistners Motive verbinden Alltägliches mit universellen Fragen – wie etwa nach dem Wert des Innehaltens bei einer stetigen Beschleunigung. Ist Warten verlorene Zeit oder geschenkte Zeit? Mit über 40 Bildern entsteht ein skurriles Theater des Alltäglichen unter einem zutiefst menschlichen Blickwinkel.

Dieter Leistner ist emeritierter Professor für Kommunikationsdesign an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Als renommierter Architekturfotograf bereist er seit Jahrzehnten die Welt und arbeitet im Auftrag zahlreicher Architekturbüros, Magazine und Verlage.

WAITING ist die fünfte Ausstellung aus der Reihe unterwegs der freien Kuratorin Bettina Michel.

Vernissage: Mittwoch, 18.09.2019 Uhr, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19.09. – 24.11.2019

vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kuratorin: Bettina Michel (DGPh)
 


Semester 2019/1

Katinka Schuett – Cosmic Drive

Das Weltall dient spätestens seit Jules Vernes Zukunftsromanen als Sinnbild für grenzenlose Ausdehnung und Begegnungen mit fremdartigen Wesen. Ist der Mensch allein im Kosmos? Oder sind wir als Spezies so unbedeutend, dass extraterrestrische Lebensformen keine Notiz von uns nehmen? Fragen wie diese befruchten seit mehr als zweitausend Jahren unser wissenschaftliches, religiöses, philosophisches und künstlerisches Denken und Schaffen. Katinka Schuett hat sich weltweit auf eine intensive Suche nach repräsentativen Orten begeben: für ihre Bilder der Science Fiction wie auch der technisch hochgerüsteten Eroberung des Alls durch die Weltraumfahrt. Sie fand ein Radioteleskop in Puerto Rico, das den Kontakt zu außerirdischem Leben im Weltall sucht. In Kalifornien fotografierte sie technische Anlagen, die nach Signalen anderer Zivilisationen im All forschen. In ihrer Ausstellung untersucht die Berliner Fotografin mit philosophischem Weitblick die scheinbar unvereinbaren Sphären von Fantasie und faktischen Wissenschaften.

Vernissage: Mi 15.05.2019, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 16.05.-28.07.2019

vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kuratorin: Bettina Michel (DGPh)
 


Semester 2018/2

Dieter Seitz  Das Kasachstan Projekt

Kasachstan ist der nach Fläche neuntgrößte Staat der Welt – jedoch für viele ein weißer Fleck auf der Landkarte. Dieter Seitz führt den Betrachter auf eine Zeitreise durch Kasachstan: vom ursprünglichen, traditionellen Land der Nomaden bis in die neue Welt der Urban Nomads. Der Stuttgarter Fotograf betrachtet die Kulturentwicklung des Landes als Zusammenspiel von drei Kulturströmen: Die jüngst revitalisierte Volkskultur vermischt sich mit dem Kulturerbe der Sowjetära und den Einflüssen des westlichen Kapitalismus. Das Ergebnis kann nicht mehr eindeutig der einen oder anderen Herkunft zugeordnet werden. Vor diesem Hintergrund werden mit subjektivem Blick Kultur und Alltag Kasachstans vermessen. Jenseits der Stereotypen post-sowjetischer Folklore gelingt es Dieter Seitz auf sensible Weise, die kulturelle Topografie einer der größten Transformationsgesellschaften im Herzen Eurasiens nachzuzeichnen.
Die Ausstellung zeigt Bilder seiner Fotobände Nomad’s Land und Virtual Landscapes.

Vernissage: 13.02.2019, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 14.02.-05.05.2019

vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kuratorin: Bettina Michel (DGPh)


Anja Bohnhof: India

Anja Bohnhof gewährt uns einen Einblick in ihr umfangreiches fotografisches Werk, das seit mehr als zehn Jahren vor allem in Indien entsteht. Für die intensiven Porträts aus Bengalen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die tägliche Arbeit auf den Feldern verrichten die bengalischen Kleinbauern weitgehend manuell, dabei liegt das Reisanbaugebiet nur wenige Kilometer vor den Toren der modernen Millionenstadt Kolkatta (Kalkutta). Dort bieten über 10.000 Buchläden ihre Ware in oft provisorischen Ständen an. Die Metropole gilt als drittgrößter Exporteur von Software, dennoch ist der Respekt vor dem Kulturgut Buch ungebrochen. Die Serie „Bahak“ würdigt die Lastenträger, denen in den vollen Straßen Kolkattas keine Last zu groß scheint.

Anja Bohnhofs Bilder visualisieren globale gesellschaftliche Fragestellungen, die auch die Zukunft dieses lebensvollen, von Gegensätzen geprägten Landes betreffen. Gezeigt werden fotografischen Arbeiten der Serien „Krishak – Yield of Time“, „Books for Sale“ und „Bahak – Burden of Things“.

Vernissage: Mittwoch, 05.12.18, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 06.12.18–03.02.19
vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kuratorin: Bettina Michel, (DGPh)


Andreas Teichmann: Durch Deutschland

In 50 Tagen ist der Essener Fotograf Andreas Teichmann quer durch Deutschland gewandert. Unterwegs von Aachen nach Zittau hat er seine Begegnungen unmittelbar mit einer Großformatkamera dokumentiert.

„Ich habe mit meinen Aufnahmen einen Rahmen geschaffen, den die jeweiligen Menschen und Orte bespielen konnten“, erläutert Andreas Teichmann die Vorgehensweise. Seine visuellen Entdeckungen spiegeln den langsamen Bewegungsrhythmus des täglichen Gehens. Er nähert sich allem Unbekannten, oft Unerwarteten, auf Augenhöhe. Heimat neu gesehen.

Vernissage: Mi, 10.10.18, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 11.10.–25.11.18
Die Ausstellung ist geschlossen am 01.11.2018

vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kuratorin: Bettina Michel, (DGPh)


Semester 2018/1

Alexander Beck: CHINA MATRIX

Eine Ausstellung im Rahmen des Länderschwerpunktes „China“.
Der Titel „Matrix“ beschreibt die Methode des Fotografen in China, wo er zunächst alles, was ihn faszinierte, fotografierte, um dann später dieses noch unstrukturierte „Erfassen“ einer „kulturellen Überdosis“ nach und nach in seinem Kopf zu ordnen. Aus „seiner Ordnung“ von China entstanden Bildreihen in Form von „Topologien“, „Entwicklungen“, „Gegensätzen“, „Eindrücken“ oder reinen „Farben“ und „Strukturen“. Die Matrix erzählt von China in unterschiedlichen Ebenen, visuell, strukturell, formal, thematisch, programmatisch. Sie besteht aus Fotos reiner Farben, die zeigen, wie der Fotograf China „fühlt“, und Bildern einer soziologischen Analyse der Binnenmigration, die einen Versuch unternehmen, sich einer Erklärung Chinas rasanter Entwicklung intellektuell zu nähern.

Vernissage: Mi, 25.04.18 ab 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 26.04. – 15.06.18
vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kurator: Rüdiger Flöge (DGPh)

Mit dieser Ausstellung verabschiedet sich der Kurator Rüdiger Flöge (DGPh) von der vhs-photogalerie, die er seit dem Jahr 2000 mit über 100 Ausstellungen geprägt hat.


Sabine Wild: Dekonstruktion des Urbanen

Die Arbeiten der bekannten deutschen Fotokünstlerin Sabine Wild entstehen in Großstädten wie New York, Shanghai, Hong Kong, London, Paris und Rom. Für diese Ausstellung war nun Stuttgart die Vorlage für ihre Kunst. Großen Städten begegnet sie mit einer Mischung aus Faszination, Begeisterung und Erschrecken. Diese Stimmung versucht sie durch Auflösen, Verschieben und Fragmentarisieren der Gebäude und Stadträume zum Ausdruck zu bringen. Ihr Stil ist betont antidokumentarisch. Grafische Partien kontrastieren mit fließenden, unscharfen, sehr farbintensiven Farbströmen, so bringt sie die Geschwindigkeit des Lebens in den Städten zum Ausdruck. Sabine Wild sagt über ihre Arbeit: „Durch das Aufbrechen des abbildungsgetreuen Charakters der Fotografie verlege ich den Wahrnehmungsvorgang in das subjektive Erleben des Betrachters“.

Vernissage: Mi, 28.02.18 ab 19.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 01.03. – 15.04.18
vhs-photogalerie, 3. + 4. OG
Kurator: Rüdiger Flöge (DGPh)

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