Begrüßung:
Hannah Becker, vhs stuttgart
Einführung:
Kurt Grunow, Kurator der vhs Kunstgalerie im Gespräch mit Julia Wenz Delaminsky
Es wird ein Videoclip der Künstlerin gezeigt.
Zur Ausstellung:
Bei ihrem Aufenthalt in Seoul benutzte die Künstlerin eine Kamera-Übersetzungsapp auf dem Smartphone, die ihr bei der Orientierung im Reich der unbekannten Zeichen eine wertvolle Hilfe gewesen war. Gleichwohl bergen die Ergebnisse der digitalen Erfassung und Auswertung von Zeichen in Bildausschnitten (augmented reality) eine Fülle von Unwägbarkeiten, die Julia Wenz Delaminsky als eine
ganz eigene, heiter-dadaistische Welt aus Bildern und Texten samt blinder Flecken erschlossen hat. Korrespondierend mit farbigen Druckgrafiken, die Fundstücke aus dem Technikschrott koreanischer Kleinbetriebe enthalten, ist eine umfangreiche Sammlung poetisch-kunstvoller, subvesiv-visueller Versatzstücke entstanden, die eine unerwartete Heiterkeit in das Erleben transkultureller Momente durch eine deutsche Künstlerin in Korea bringen.
Julia Wenz Delaminsky
In Neustadt an der Weinstraße geboren arbeitet sie als interdisziplinäre Künstlerin, Kulturwissenschaftlerin und Designerin. Studium der Kulturwissenschaften an der Fernuniversität Hagen, Freie Kunst
an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, 2004/2005 am Edinburgh College of Art (Institute of curatorship and education) in Schottland. Diplom der Visuellen Kommunikation an
der Fachhochschule Düsseldorf. Seit 2005 als Freie Künstlerin tätig. Lebt und arbeitet in Stuttgart und unterwegs. Einladungen als Artist in Residence nach Korea, England, USA, Frankreich, Polen, Island, Norwegen und Tschechien.