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Rotebühlgalerie

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Kultur & Kreativität

Ausstellungen

Rotebühlgalerie

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Mo 02.02.2026–So 30.08.2026
08:00–22:00 Uhr, 87 Termin(e)
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Eintritt frei
Die Welt ist voller Widersprüche, Ambivalenzen und Missverständnisse – was vielleicht daran liegt, dass der Homo sapiens ein Musterexemplar für merkwürdige Verhaltensweisen ist. Wobei ihm das verziehen werden kann angesichts der Komplexität der modernen Welt, in der die Lichter der Vergangenheit immer und immer wieder Schatten auf die Zukunft werfen. In ihrer Vielschichtigkeit wird die Welt für die Menschen undurchsichtig, der Blick auf das Wesentliche geht dadurch verloren. Und der Humor gleich mit.

Doch ist die Welt wirklich so komplex oder haben wir nur das Einfache verlernt? Der Aphoristiker und Cartoonist Thomas Bäder setzt der Kompliziertheit des Lebens bewusst eine maximale Reduzierung entgegen. Er denkt gerne und lange über die Welt nach, um schließlich mit wenigen Worten herauszuarbeiten, was ihm befremdlich, widersprüchlich oder ambivalent erscheint. Wenn er für sich eine Klarheit gefunden hat, schreibt er einen Aphorismus oder zeichnet einen Cartoon – um die Themen auf ihre wahre Größe zu reduzieren. Weil nichts so klar ist, wie es auf Anhieb scheint, beschäftigen Bäder manche Themen immer wieder. Seine Aphorismen sind Wahrnehmungen, Erkenntnisse, Schlussfolgerungen oder Sichtweisen, die der Betrachterin oder dem Betrachter manchmal ein „Aha“, manchmal ein „Aua“ entlocken. Oder beides. In seinen Cartoons blickt der Künstler mit Humor auf die Geschehnisse der Zeit, in der die Innenwelten der Menschen so verwirrend sind wie die Außenwelten, die sie geschaffen haben.
Zu den Details
Kurs-Nr.: 252-20120
Beim Autor, Cartoonisten und Kabarettisten Thomas Bäder geht es um das Menschsein – um das, was sein könnte, wenn nicht das wäre, was war und ist. Der Künstler karikiert das alltägliche Leben mit all seinen Ambivalenzen. Er bringt seinem Publikum den Unterschied zwischen Mensch und Schwein bei, gibt Eltern Tipps, wie sie für ihre Kinder unvergessen bleiben, erzählt von seinen Lieblingssünden und hadert mit seinem Bestatter, der ihm keinen Frühbucherrabatt gewähren will. Bäder weiß: Die fetten Jahre sind vorbei – jetzt kommen die gesunden.

Das Kabarettprogramm ist voller Wortwitz, doppeldeutig, tiefsinnig – und dabei heiter, überraschend und voller skurriler Wendungen.

Die Bühnenauftritte verfeinert der Künstler mit seinen Cartoons. Niedlich und hübsch sind seine Figuren nie, dafür bissig, sarkastisch oder manchmal albern bis absurd. Seine auf Linien reduzierten Figuren haben den Vorteil, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer viel hineinprojizieren können – am besten sich selbst. Nicht fehlen dürfen im Programm auch Bäders Aphorismen, kurze und prägnante (Sinn-)Sprüche zu allen Lebenslagen.

Regie: Tilman Lucke


Vita:
Thomas Bäder, 1970 in Tübingen geboren, wurde für den Kabarettpreis „Weinstädter Reblaus“ nominiert, ist Absolvent der Kabarettakademie der Bundesvereinigung Kabarett und wurde für Stipendien des Zungenspitzer-Festivals und der Kasseler Caricatura ausgewählt. Cartoons des Künstlers haben es auf die Shortlist des Deutschen Karikaturenpreises geschafft. Seine Zeichnungen wurden unter anderem in der taz, vom Humanistischen Pressedienst, in Lokalzeitungen, in Büchern und online veröffentlicht. Bäders Cartoons sind in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Museen und Galerien zu sehen, Werke von ihm wurden unter anderem im Satiricum in Greiz ausgestellt. Beim Aphorismus-Wettbewerb des Deutschen Aphorismus-Archivs erhielt er den zweiten Preis.

Der Künstler lebt mit seiner Frau in Rosengarten (Baden-Württemberg). Als Autor hat er zwei Bücher veröffentlicht: „Bin ich am Ende – oder war es am Ende ich?“, Aphorismen und Notate – gewitzt mit Cartoons (2023) sowie „Der kleine Herr Mann“ (2017). Sein erstes Kabarett-Soloprogramm hieß „Das erste Buch Bäder“ (2019). Ende 2025 folgte mit „Bin ich am Ende – oder war es am Ende ich?“) das Zweite.
Zu den Details
Dozent*in: N.N.
Kurs-Nr.: 261-20121