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Klimaschutz, Umweltbildung und Nachhaltigkeit an der vhs ökostation

Starkregen, Überflutungen, Hitzewellen, Waldbrände – die jüngsten Extremwetterereignisse richten die öffentliche Aufmerksamkeit einmal mehr auf den Klimaschutz. Eine Mission, die die vhs ökostation seit knapp 30 Jahren verfolgt. Dabei ist sie nicht nur erfahrene Vorreiterin, sondern allen voran eine häufig genutzte Anlaufstelle für Bildungsangebote im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung in der Landeshauptstadt. Ins Herbstsemester startet sie mit einem vielfältigen Programm und einer neuen Leiterin, die die Stuttgarterinnen und Stuttgarter zum Umdenken und zu mehr Eigenverantwortung motivieren will.

„Es ist höchste Zeit, dass jede/r Einzelne seinen Lebensstil überdenkt und Mögliches möglich macht“, appelliert Berit Bohm, die seit Herbst den Fachbereich Natur und Umwelt/BNE an der vhs stuttgart leitet. Entsprechend der langjährigen Tradition an der vhs ökostation will auch sie mit Engagement, Leidenschaft und niedrigschwelligen Bildungsangeboten den Klimawandel in das Bewusstsein der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger bringen: „Um Veränderungen anzustoßen, müssen wir nicht nur Kenntnisse im Bereich der Ökologie und Nachhaltigkeit vermitteln, sondern auch konkrete Handlungs- und Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen. Denn gerade in einer Großstadt wie Stuttgart geht der Bezug zu unserer Umwelt vor der Haustür immer mehr verloren“, sagt Berit Bohm. Bildungsangebote zur nachhaltigen Entwicklung und die Möglichkeit der Naturerfahrung sollen dem entgegensteuern: „Insbesondere im Bereich der Umweltbildung funktioniert Lernen nur ganzheitlich“, so die Leiterin der vhs ökostation weiter.

Mit ihren vielfältigen, naturnahen Lebensräumen bietet die vhs ökostation dazu den idealen Rahmen: Auf 4500m² können Interessierte im Naturgarten eine Vielzahl von heimischen Biotopen und Mischkulturen kennen lernen und die biologische Vielfalt entdecken. Das körperliche Naturerleben mit Händen, Füßen, Nase und Ohren steht im Fokus des Sinnesgartens, während die Besucherinnen und Besucher des Naturlabors die Laubstreu mit Bionokularen und Becherlupen untersuchen. Im Backhaus lernen Feinschmeckerinnen und Feinschmecker auf traditionelle Weise Brot und Gebäck zu backen, während im Mitmach-Garten jeder Hand anlegt, der trotz Supermarkt und Großstadt nicht auf säen, jäten, graben und ernten verzichten möchte. Inspirierendes Vorbild für eine nachhaltige Bau- und Lebensweise ist das Ökohaus: Gebaut in einer Holzskelettkonstruktion mit Dachbegrünung, Gastherme und Komposttoilette, beherbergt es ein Büro und zwei Seminarräume und ist Sinnbild für einen klimafreundlichen Lebens- und Arbeitsstil.

Ideale Rahmenbedingungen also, die neben einer Vielzahl von umweltinteressierten Bürgerinnen und Bürgern allen voran auch Kitas, Kindergärten und Schulen nutzen: „Mit unseren Naturtagen für Kindertagesstätten, unserem naturpädagogischen Nachmittagsprogramm für Grundschulen, Projektwochen und unterschiedlichen Führungen und Exkursionen können wir vielen Stuttgarter Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zur Naturbegegnung und viele handlungs- und erlebnisorientierte Lernangebote bereitstellen“ erzählt Berit Bohm. Um den Klimaschutz im Bewusstsein der Stuttgarter Bevölkerung zu verankern, ist ihr die Umweltbildung von Kindern besonders wichtig: „Viele Stadtkinder haben nicht die Möglichkeit die Natur zu erforschen. Diesen Raum möchten wir hier schaffen. Denn nur wer die Natur kennt, hat auch ein Interesse sie zu schützen“, so die Dipl. Landschaftsökologin weiter.

Beim Geo-Tag der Natur am 03. Oktober ermöglichen die vhs ökostation, das Naturkundemuseum, das Amt für Umweltschutz und der NABU beispielsweise seinen jungen Besucherinnen und Besuchern die Natur mit anderen Augen zu sehen und zu entdecken. Ihre Erde entdecken Sechs- bis Elfährigen bei der inklusiven Freizeit, die vom 02. bis 05. November auf der vhs ökostation in Kooperation mit FELS, bhz Stuttgart e.V. stattfindet und von der Baden-Württemberg Stiftung und der Heidehof Stiftung gefördert wird. Erwachsene, die sich in der professionellen Naturbildung schulen möchten, werden in der berufsbegleitenden Weiterbildung mit Abschlusszertifikat „Naturpädagoge/Naturpädagogin“ 2022 fündig. An neun Seminarwochenenden, von April 2022 bis Februar 2023, stehen dabei Naturerleben, Naturwissen, Gruppenleitung, naturbezogene Methodik und Didaktik auf dem Stundenplan. Interessierte können sich vorab beim Informationsabend, am 26.Oktober im TREFFPUNKT Rotebühlplatz informieren.

Weitere Informationen zur vhs ökostation finden Sie hier
 

Klimaschutz
Bild: Markus Spiske / unsplash
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