Neue Akzente in der Inklusion

Neue Akzente in der Inklusion

„Stark sein und etwas verändern!“, so lautet das Motto unserer neuen Kooperation mit der Stadt Stuttgart. Ziel des Projektes ist es, die gesellschaftliche und politische Teilhabe und das Empowerment von Menschen mit Behinderung in der Landeshauptstadt konsequent voranzubringen. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung und die Entwicklung Stuttgarts zu einer inklusiven Stadtgesellschaft ist ein besonderes Anliegen beider Kooperationspartner. Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Fritz Kuhn wurde für den Haushalt 2020/2021 deshalb ein Inklusionspaket 2.0 beschlossen.

Wir haben unser inklusives Bildungsangebot seit 2013 kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut und hinsichtlich der Vielfalt an Themen auf die Bedürfnisse der Kursteilnehmer/innen abgestimmt. Im Jahr 2019 besuchten so ca. 1.000 Teilnehmende mit und ohne Behinderung unsere inklusiven Kurse! „Inklusion ist ein Herzensanliegen der vhs. Unsere inklusiven Kurse haben viel positive Resonanz ausgelöst. Es bestätigt uns, wie wichtig es ist, diese Angebote weiter auszubauen. Die vhs versteht sich nicht zuletzt wegen ihres vielfältigen Weiterbildungsangebots als kompetente und wichtige Partnerin bei der Inklusion in Stuttgart“, so Dagmar Mikasch-Köthner, Direktorin der vhs stuttgart.

Nicht erst die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Menschen mit Behinderung besondere Ausgangsbedingungen haben. Auch die Rückkehr in eine Normalität mit Corona ist erschwert. Viele Menschen mit Behinderung möchten Veranstaltungen besuchen, benötigen dafür aber Unterstützung oder Begleitung. Hier setzen wir an, indem wir in einem ersten Schritt ein Qualifizierungsangebot für ehrenamtlich interessierte Menschen anbieten, die sich als Assistenzpersonen engagieren möchten. Der erste Workshop für Assistenzen startet am 6. August und hat noch Platz für interessierte Teilnehmer/innen. Ansprechpartnerin ist die Leiterin der Stabstelle Inklusion, Katrin Wahner (Tel.: 0711 1873-717, katrin.wahner@vhs-stuttgart.de).

Gleichzeitig entstehen inklusive Kursangebote, Workshops und Coachings zur Persönlichkeitsstärkung und –entwicklung. Menschen mit Behinderung können unterstützt und vorbereitet werden, als Referent tätig zu sein. Unsere Kursangebote ermuntern dazu, sich weiterzuentwickeln, die eigenen Grenzen zu erweitern und sich mit seinen Begabungen zu zeigen. Der Peer-to-Peer-Ansatz stellt einen wichtigen Baustein dar.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration sagt: „Menschen mit Behinderung sollen gestärkt und befähigt werden, eigenes Engagement für sich und ihre Stadtgesellschaft zu entwickeln. Wir arbeiten weiter fest daran, dass sie gute Bedingungen haben, um besser teilhaben und sich auch selbst einbringen zu können. Dies gilt für alle Bereiche, die unser Leben und das Zusammenleben in Stuttgart ausmachen.“

„Damit Menschen mit Behinderung die Angebote in unserer Stadt nutzen und sich selbstverständlich beteiligen können, benötigen sie gute Rahmenbedingung und teilweise Unterstützung, z.B. personelle Assistenz, verständliche Sprache und ein barrierefreies Umfeld. Der Zugang über eine inklusive Erwachsenenbildung fördert die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung.“, so Simone Fischer, Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt.

Mit der Kooperation unterstreichen Stadt und vhs die Bedeutung der Inklusion in Stuttgart. Der Beirat für Menschen mit Behinderung unterstützt und begleitet den Prozess. Initiativen, Träger und Vereine, in denen sich Menschen mit Behinderung engagieren oder die sich für behinderte Menschen engagieren, sind ebenfalls eingeladen, mitzuwirken.

foto: Judith Schenten
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