Das Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart findet online statt!

Das Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart findet online statt!

 

Das Internationale Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart musste im März wegen der Corona-Krise abgebrochen werden. Nun ist es der Festivalleitung gelungen, den Wettbewerb als reine Online-Veranstaltung aufzustellen.

Von Donnerstag, 25. – Samstag, 27. Juni 2020 können alle Tanzinteressierten jeweils ab 20.00 Uhr MEZ unter https://vhs-stuttgart.de/infoservice/vhs-digital/vhs-livestream/ alle Wettbewerbsbeiträge als Online-Premiere im Netz verfolgen. Die Jury entscheidet am Sonntag, 28. Juni 2020, über die Preisträger/innen. Die Preisvergabe wird ab 17.00 Uhr MEZ per Livestream übertragen. Die Jury vergibt insgesamt je drei Preise für Choreografie und Tanz, die zwischen 3.500 und 1.500 Euro dotiert sind. Die Publikumspreise sowie der Eastman Prize Stuttgart müssen aus aktuellem Anlass in diesem Jahr leider entfallen. Es gibt jedoch zwei Residenzpreise, ausgelobt vom Ballett Theater Pforzheim und vom Theater Plauen-Zwickau.

Wie fühlt es sich an, in den Schuhen eines anderen durchs Leben zu gehen? Warum scheint oft das Prinzip Menschlichkeit auf der Strecke zu bleiben, was uns doch – zumindest der biologischen Beschreibung nach – ausmacht? Ist der größte Feind des Menschen der Mensch selbst? Was wäre, wenn man jeden Traum auch wirklich leben könnte? Was meint Heimat? Und was Schuld?

Diesen und anderen Fragen gehen Choreograf/innen und Tänzer/innen aus der ganzen Welt nach und überraschen Publikum und Jury mit einer originellen Sichtweise auf das zeit-genössische Tanztheater.

Für das 24. Internationale Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart haben 270 Tanzschaffende aus 48 Ländern – von Taiwan bis Kanada, von Norwegen bis Südafrika – ihre Bewerbung eingereicht. „Das Niveau der Bewerber/innen ist hoch, es steigt Jahr für Jahr“, erklärt Marcelo Santos, Gründer und Künstlerischer Leiter des Festivals. Die jungen Kreativen bringen Existentielles, Philosophisches und Politisches auf die Bühne, aber auch Positionen, welche die Bewegung an sich, pur und reduziert, in den Mittelpunkt stellen. Die Stücke sind ebenso tiefsinnig wie schwarzhumorig, allgemeingültig wie länderspezifisch nuanciert – und unter die Haut gehend. Die Bewerbungen beweisen einmal mehr, wie gerade der Tanz Menschen inspirieren kann: „Als eine nonverbale, universale Kunstform kann er alle mitnehmen, er ist per se inklusiv,“ so Marcelo Santos.

 

Zu der Jury

Die Choreografin und Tänzerin Lina do Carmo lebt und arbeitet seit vielen Jahren sowohl in Deutschland als auch in Brasilien. Sie absolvierte u.a. eine Schauspiel-,Tanz-und Pantomimenausbildung an der Theateruniversität in Rio de Janeiro und am National Mime Theater in Boston, USA. Es folgten umfangreiche internationale Erfahrungen im Bereich Theater und Fernsehen, z.B. bei TV Globo in Brasilien. Lina do Carmo gestaltete zahlreiche abendfüllende Solos und Ensembleproduktionen und gastierte mit ihren Stücken auf internationalen Festivals und in Theatern in Europa, Mexiko und Brasilien. Außerdem unterrichtete sie, z.B. am Tanzhaus NRW in Düsseldorf, bei der Tanz Woche Wien, an der Ecole de Mimodrame deParis, der Ohio University und an verschiedenen Theater-und Tanz-Hochschulen. U.a.wurde sie für den bedeutendsten brasilianischen Kulturpreis „Prêmio Multicultural Estadão“ nominiert.

Adolphe Binder war/ist Intendantin und Künstlerische Leiterin diverser internationaler Tanzensembles, so z.B. Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, Göteborgs Danskompani Schweden, BerlinBallett (Tanztheater Komische Oper Berlin). Ihr Fokus liegt auf der künstlerischen (Programm)Konzeption, Ensemblearbeit, Transformation und Entwicklung multidisziplinärer neuer Werke. Sie agierte als Kuratorin, Dramaturgin und Kreativ-Produzentin. Festivals, Kulturzeitschriften, ein Club: Künstlerische Aktionsfelder vom Schauspiel Hannover, dem FriedrichVerlag, der Deutschen Oper Berlin, der EXPO2000 bis hin zu ihrer ehemaligen Kreativagentur BPB verdeutlichen ihre Interessensfelder. Adolphe Binder ist Mitglied diverser Gremien, Beiräte und Juries.

Annett Göhre ist Ballettdirektorin und Chefchoreografin des Theaters Plauen-Zwickau. Sie war u.a. von 2000 bis 2005 am Staatstheater am Gärtnerplatz in München als Solotänzerin engagiert. 2005 bis 2015 arbeitete sie als freischaffende Choreografin an Theatern im
In- und Ausland, u. a. in Koblenz, Gelsenkirchen oder Perm in Russland. Neben abend-füllenden Tanzstücken schuf sie dabei auch Choreografien für Schauspiel, Oper und Musical wie etwa für Parsifal bei den Salzburger Osterfestspielen 2013. 2010 gewann sie mit ihrem Kurzfilm 7a.m. beim 3. Internationalen Choreographic Captures Wettbewerb den 2. Preis. Ihr Stück Duett wurde 2002 beim 6. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival in Stuttgart mit dem 3. Preis Choreografie ausgezeichnet.

Guido Markowitz ist Direktor des Ballett Theater Pforzheim. Er war als freischaffender Choreograf u.a. für Tanzcompagnien wie die von Jochen Ulrich in Linz oder Tarek Assam in Gießen tätig. Auch zeichnete er für Choreografien von Opern und Musicals verantwortlich, etwa für Turandot am Nationaltheater Mannheim oder Die Schwarzen Brüder in der Schweiz. Einen besonderen Schwerpunkt legt Guido Markowitz auf die Arbeit mit Jugendlichen. Mit der Choreografie ABFLUG startete er am Tanzhaus NRW eine ganze Reihe von Jugendstücken. Sein Stück Wilde Zeiten wurde von der Jury der Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder ausgewählt, den Kongress „Kinder zum Olymp“ zu eröffnen. Am Ballett Theater Pforzheim etablierte Guido Markowitz eine erfolgreiche Reihe an abend-füllenden Produktionen an ungewöhnlichen Orten in Pforzheim. Guido Markowitz ist im Vorstand des Dachverbands Tanz Deutschland und im Vorstand der Tanzszene BW.

Kevin O’Day arbeitet seit der Spielzeit 2018/19als Choreograf bei der Tanzkompanie Würzburg, Mainfrankentheater Würzburg. Seine Choreografie King Arthur feierte dort am

30. März 2019 Premiere. Vierzehn Jahre lang, von 2002 bis 2016, leitete er als Künst-lerischer Direktor und Ballettintendant das Nationaltheater Mannheim (NTM). Kevin O‘Day tanzte als Solist am American Ballet Theatre in zahlreichen Rollen des klassischen und zeitgenössischen Repertoires. 1992 bis 1995 stand er in Mikhail Baryshnikovs „White Oak Dance Project“ auf der Bühne und war ständiger Gast beim New York City Ballet. 1998 gründete er mit Komponist John King sein eigenes Ensemble: O'Day Dances. Kevin O'Day choreografierte bislang über 70 Stücke, unter anderem für das New York City Ballet, Les Grands Ballets Canadien und das Stuttgarter Ballett.

 

Moderation:                          Sonia Santiago-Brückner

Festivalleitung:                     Gudrun Hähnel

Künstlerische Leitung:        Marcelo Santos

 

Weitere Informationen unter www.treffpunkt-rotebuehlplatz.de und unter

www.solo-tanz-theater.de/

Foto: Lars F. Menzel
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